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Länderinformationen Chile

Allgemein | Atacama und Hoher Norden | Santiago und Weinregion | Osterinsel | Seengebiet | Patagonien | Antarktis


 Allgemein

Chile - Reiseinformationen
Die trockenste Wüste der Welt im Norden, Urwälder und ewiges Eis im Süden, dazwischen eine Seenlandschaft zu Füßen schneebedeckter Vulkane, mehr als 4.000 km Anden und eine ebenso lange Küste: Chile ist eines der spektakulärsten und vielfältigsten Länder der Erde.

Klima und Geographie
Obwohl sich das Land über 39 Breitengrade erstreckt - das entspricht etwa der Strecke von Moskau nach Madrid - ist es flächenmäßig nur zweimal so groß wie Deutschland.

Die Landschaft wird von zwei parallel verlaufenden Gebirgsketten bestimmt: der Hauptkordillere (Anden) mit Höhen bis zu 7.000 m und der Küstenkordillere, die bis zu 2.000 m hoch ist. Dazwischen liegt das nach Süden abfallende Längstal. Die enorme Nord-Süd-Ausdehnung des Landes bringt eine außergewöhnliche geographische und klimatische Vielfalt mit sich. Im Norden bestimmen unfruchtbare Wüstenstreifen und dürftige Hochlandsteppen, die von kultivierten Tälern und Oasen unterbrochen sind, das Bild. Die Zone zwischen Valparaiso und Puerto Montt ist das fruchtbarste Gebiet des Landes. Die Region zwischen Puerto Montt und Feuerland, wo vorwiegend Ackerbau und Viehzucht betrieben wird, ist bestimmt durch eine rauhe, zerklüftete Landschaft. Die Jahreszeiten sind aufgrund der Lage auf der Südhalbkugel den europäischen entgegengesetzt. Im wesentlichen werden drei Klimabereiche unterschieden:
- die trockene Wüstenzone im Norden mit verhältnismäßig niedrigen Temperaturen
- Mittelchile mit subtropischem, mediterranem Klima und starkem Winterregen
- der Süden, der reiche Niederschläge zu allen Jahreszeiten und ausgeglichene Temperaturen aufweist.

Einige Entfernungsbeispiele in km ab Santiago
Arica 2.062 Temuco 667
Calama 1.566 Puerto Montt 1.016
La Serena 462 Coihaique 2.013
Valparaiso 120 Punta Arenas 3.141

Bevölkerung
In ihrer Zusammensetzung ist die Bevölkerung Chiles ethnisch und kulturell weit homogener als in den meisten übrigen Staaten Südamerikas. Mit Argentinien und Paraguay zählt es zu den "weißen Staaten" des südlichen Kontinents. Die weiße Bevölkerung besteht zumeist aus den Nachfahren von Einwanderern aus Europa, besonders im Süden, u. a. auch aus Deutschland. Ca. 7% der Bevölkerung sind Indios. Weitaus größer ist die Gruppe der Mestizen (Mischlinge aus Weißen und Indios). Über 85% der Bevölkerung sind römisch-katholisch, ca. 9% protestantisch. Seit 1925 besteht eine Trennung von Staat und Kirche. Zur selben Zeit wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt (7-15 Jahre). 80% der Kinder besuchen heute mindestens 12 Jahre die Schule. 29% beschließen ihre Ausbildung mit einem akademischen Titel.
Von den 14 Mio. Einwohnern leben 90% zwischen La Serena und Puerto Montt, fast 40% (5 Mio) in der Zona Metropolitana (Santiago und Umgebung).

Sprache
Die Amtssprache ist Spanisch. Nur in größeren Hotels und in den Touristenzentren wird auch Englisch oder Deutsch gesprochen. Die Chilenen sind jedoch sehr hilfsbereit sodass sich sprachliche Barrieren oftmals überbrücken lassen.

Beste Reisezeit
Bedingt durch die verschiedenen Klimazonen ist Chile während des ganzen Jahres zu bereisen. Für den Süden gelten allerdings nur die Monate Oktober bis Anfang April als gute Reisezeit.

Einreise und Impfungen
Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen lediglich einen noch 6 Monate nach Rückkehr gültigen Reisepass. Sie erhalten bei der Einreise eine Touristenkarte, die beim Verlassen des Landes zurückgegeben werden muss. Impfungen sind derzeit nicht vorgeschrieben, erkundigen Sie sich aber bitte auch bei Ihrem Hausarzt oder beim Tropeninstitut über den aktuellen Stand.

Währungen und Zahlungsmittel
Die chilenische Währung, der Peso Chileno, war in den letzten Jahren recht stabil (1 € = ca. 700$, Stand Januar 10). Wie in anderen Ländern Lateinamerikas auch, können Sie an vielen Geldautomaten mit Ihrer Maestrokarte und Geheimnummer Pesos erhalten. Dies ist vor allem bei den großen internationalen Bankenketten wie der Citigroup oder der Banco Santander problemlos möglich. Darüber hinaus kann der Euro mittlerweile in den größeren Städten und den touristischen Zentren umgewechselt und alle gängigen Kreditkarten in den meisten Hotels und vielen Restaurants genutzt werden.

Flugzeit
Sie beträgt je nach Airline ca. 17 bis 20 Stunden.

Zeitverschiebung
Die Abweichung der chilenischen Ortszeit gegenüber MEZ beträgt von Oktober bis März minus vier Stunden, von April bis September minus sechs Stunden.

Elektrische Geräte
Für die chilenischen Steckdosen benötigen Sie einen Adapter, der in Deutschland sowie in Chile problemlos zu erhalten ist. Die Spannung beträgt wie in Deutschland 220 Volt. 

 


Atacama und Hoher Norden

Die Landschaften im hohen Norden Chiles werden bestimmt durch unendliche Weiten, Lagunen und Seen vor der Kulisse schneebedeckter Vulkane, weißschimmernde Salzseen und braunrote Gesteinsformationen in der trockensten Wüste unseres Planeten. Einen besonderen Eindruck hinterlässt der fast unablässig blaue Himmel sowie eine glasklare Luft, die durch keinerlei Umweltverschmutzung getrübt wird. Beste Ausgangspunkte zum Besuch dieser faszinierenden Region sind zum einen die nahe der peruanischen Grenze gelegene Stadt Arica, von wo aus Sie den Lauca Nationalpark und den Salar de Suirre besuchen können sowie weiter südlich Calama, am Rande der Atacama-Wüste. Von hier sind es nur noch ca 2 Fahrstunden in das Oasen-Städtchen San Pedero de Atacama, mitten in der trockensten Wüste der Erde gelegen.

Bitte beachten Sie, daß Sie bei den Besichtigungsprogrammen teilweise in Höhen von über 4000 m unterwegs sein werden.


Santiago und die Weinregion

Die Hauptstadt Chiles, in deren Großraum 5 Millionen Menschen und damit knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes leben und in der 80 % der Industrieproduktion angesiedelt ist, liegt in einem fruchtbaren Tal zwischen der Pazifikküste und den majestätischen schneebedeckten Gipfeln der Anden. Zwischen den beiden das Stadtbild bestimmenden Hügeln Cerro San Christóbal und Cerro Santa Lucia sucht sich der Rio Mapocho seinen Weg zur Küste. Südlich des Flusses erstreckt sich die koloniale Altstadt mit ihren stattlichen historischen Bauten, das Nordufer beherrscht der Stadtteil Bellavista, dessen enge Gassen und Plätze eines der bekanntesten Künstlerviertel des Landes ist. Die Stadt fasziniert jedoch nicht alleine durch historische Baudenkmäler, eine Vielzahl guter Hotels und Restaurants sowie ein breites Unterhaltungsangebot locken Besucher aus aller Welt an.


Osterinsel - Rapa Nui - die Insel der rätselhaften Moais

Nahezu 4000 km von den Küsten des chilenischen Festlands entfernt, liegt inmitten der unendlichen Weiten des Pazifischen Ozeans eine kleine Felsengruppe aus Vulkangestein, Heimat einer der rätselhaftesten untergegangenen Kulturen der Erde, Rapa Nui - die Osterinsel.

Seengebiet

Wälder, Seen und Vulkane
Das Valle Central, wie die Region Zentralchile bezeichnet wird, erstreckt sich auf einer Länge von etwa 1.000 km zwischen Santiago und Puerto Montt. Es ist eine langgestreckte Senke, die zwischen der grünen Küstenkordillere im Westen und der schneebedeckten Hochkordillere des Ostens liegt. Die fruchtbare und liebliche Gartenlandschaft südlich von Santiago, eines der Hauptanbaugebiete des Landes für Wein und Südfrüchte, geht bei Temuco über in die Bilderbuchlandschaft der chilenischen Seenregion oder wie sie oft genannt wird, "Chilenischen Schweiz". Hier dominieren tiefblaue Seen, schneebedeckte Vulkane, Alercewälder und Bauernhäuser, deren Baustil an Europa erinnert eine einzigartige kontrastreiche und vielerorts noch unberührte Landschaft.

Die Insel Chiloé
Etwas südlich von Puerto Montt und mit einer kurzen Fähre mit dem Festland verbunden liegt die Insel Chiloé. Sie hat eine Länge von 180 km ist damit, nach der Insel Feuerland, die zweitgrößte Südamerikas. Durch die geografische Isolation wurde Chiloé nie erobert und hat sich somit sehr eigenständig entwickelt. Die Chiloten haben einen konservativen, sesshaften, religiösen und sehr sanften Charakter, sodass sie stets einen sympatischen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen. Landschaftlich und kulturell - die Kirchen der Insel wurden zum Weltkulturerbe erklärt - bildet die Insel einen interessanten Kontrast zum Festland.


Patagonien

Carretera Austral - die südlichste Straße der Welt
Südlich von Puerto Montt verschmelzen Festland und Meer zu einer Einheit, gebildet aus Tausenden kleiner Inseln, Fjorden, Flüssen, Seen und Gletschern. Durch diese faszinierende Urlandschaft führt die erst 1988 fertiggestellte Carretera Austral, die es ermöglicht, sofern man das richtige Fahrzeug hat, jetzt auch die entlegensten Regionen Patagoniens zu erreichen. Die abenteuerliche Schotterpiste verläuft durch dichten pazifischen Regenwald, vorbei an kristallklaren Seen, smaragdgrünen Seen und hängenden Gletschern durch großteils kaum besiedelte Gegenden wo Sie an manchen Tagen über Stunden keinem weiteren Fahrzeug begegnen werden.

Torres del Paine - Ein Eldorado für alle Naturliebhaber

Patagonien wurde von den ersten europäischen Entdeckern als ödes Land ohne Frischwasser, ohne Bäume und nur von spärlichem Pflanzenwuchs bedeckt beschrieben. Doch dieses nicht gerade einladende Szenarium hat auch eine ganz andere Seite, im Herzen Patagoniens befinden sich einige der größten landschaftlichen Höhepunkte des südamerikanischen Subkontinents, die größten Südbuchenwälder, das kontinentale Eisschild mit seiner Vielzahl an Gletschern und bis zu 3.400 m aus der Ebene ragende bizarre Granittürme. Wegen seiner vielen landschaftlichen Höhepunkte und Artenvielfalt (hier leben u.a. noch Condore, Pumas und große Herden von Guanacos, dem patagonischem Lama, in freier Wildbahn) gilt der Nationalpark als einer der spektakulärsten des Kontinents, sowohl für Tagesbesucher als auch Wanderer die mehrere Tage hier verbringen.


Antarktis